Stadtluft macht frei!

Wie bereits letztes Jahr durften sich die 7. Klassen über einen Ausflug in den Geschichtspark Bärnau-Tachov freuen. Mittelalter zum Anfassen war dabei das Credo. Die kompetenten und freundlichen Führer des Freilichtmuseums luden die Schüler auf eine Rundreise vom 9.-11. Jahrhundert ein. Die 7.-Klässler zeigten sich dabei interessiert und sparten ihrerseits auch nicht mit Fragen zu den Nachbauten der mittelalterlichen Gebäude.  Nicht selten konnten sie die Betreuer des Parks auch selbst mit ihren Fachkenntnissen überraschen. Spannend war dabei für alle Beteiligten vor allem die haptische Dimension des Geschichtsparks. Die wirklichkeitsgetreu errichteten Häuser und Hütten vermittelten einen ganz eigenen und eindringlichen Eindruck der jeweiligen Zeit und ließen das Mittelalter damit stärkere Konturen annehmen und zu etwas Reellem werden.
Einer der Höhepunkte der Führungen war sicherlich die Motte in der Mitte des Parks. Eindrucksvoll erhebt sich der Wehrturm aus Holz aus dem Umland und bot den Schülern die Möglichkeit, ihren Blick von oben über das Gelände schweifen zu lassen. Die in der Motte hinterlegten Kettenhemden und Schilde luden zudem ein, sich selbst einmal wie ein Ritter zu fühlen und das Gewicht der Ausrüstung zu spüren. Im Handumdrehen wurden so aus friedfertigen 7.-Klässlern furchterregende Krieger.
Neben der Besichtigung des Wehrturms darf als weiterer Höhepunkt noch erwähnt werden, dass sich die Schüler der Hans-Scholl-Realschule auch darin versuchen durften, mit einem Feuerstein wie im Mittelalter Funken für ein Feuer zu entfachen. Überraschend begabt, gingen die Jungen dabei zu Werke und konnten auch die Angestellten des Freilandmuseums überzeugen. Im Anschluss durften die jungen Pioniere die mittelalterlichen Dörfer und Gebäude noch einmal auf eigene Faust erkunden und ganz unverhohlen ihrem Forscherdrang frönen.
Doch auch der schönste Tag muss einmal zu Ende gehen und so kamen die Schüler der 7. Klassen nach einer gelungenen Exkursion, in der mit „Kopf, Herz und Hand [gelernt]“ (Pestalozzi) wurde, zwar erschöpft, aber glücklich wieder zu Hause in Weiden an.

 

 

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