Siegfried Wittenburg – Ein Leben in der DDR

Siegfried Wittenburg wurde 1952 in Warnemünde an der Ostsee geboren. Er wuchs somit in der DDR auf. Immer wieder eckte er dort an: Kirchgänger, Nicht-Mitglied der Jungpioniere, eigene Meinung - alles das machte ihn verdächtig.

Auch sein Steckenpferd Fotografie wurde zensiert. Fotos von Menschen, die für einfache Dinge wie Knoblauch anstanden, waren nicht gerne gesehen. In vielen Schulbüchern findet sich auch das Foto eines durchschnittlichen DDR-Wohnzimmers, in dem verbotenerweise West-Fernsehen gesehen wird. Heute sind diese Bilder die Grundlage seiner Vorträge, die er im Auftrag des Landesamtes für politische Bildung in ganz Bayern hält, so auch am Dienstag in der Hans-Scholl-Realschule Weiden vor 120 Schülern der 10. Klassen.

Auf Nachfrage beantwortet der persönliche Freund des Bundespräsidenten auch die Frage nach seiner StaSi-Akte. Er erfuhr nachträglich, wer eigentlich aus seinem Familien- und Berufsleben über ihn an das Staatsministerium berichtete. Die Gewissheit darüber hat ihm besser geholfen, damaliges zu verarbeiten.

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